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In der kalten Jahreszeit

Das müssen Sie beim Heizen mit Brennholz beachten

Beim Heizen mit Holz sollte man auf ein paar Dinge achten
Beim Heizen mit Holz sollte man auf ein paar Dinge achten Foto: Getty Images
Felina Janine Hasse

5. November 2026, 5:33 Uhr | Lesezeit: 5 Minuten

Ein knisterndes Kaminfeuer sorgt an kalten Tagen für Wärme und Gemütlichkeit. Doch bevor das Holz im Ofen landet, gibt es einiges zu beachten. Damit das Holz sauber und möglichst effizient verbrennt, muss es trocken, naturbelassen und richtig gelagert sein. Auch beim Anfeuern und Entsorgen der Asche gibt es einiges zu beachten. 

Welches Brennholz eignet sich für den Kamin? 

In einen Kamin oder Holzofen gehört nur trockenes, naturbelassenes Holz. Lackierte, verleimte oder beschichtete Holzreste, Spanplatten und Abfälle dürfen nicht verbrannt werden. Welche Brennstoffe zugelassen sind, steht in der Bedienungsanleitung des Ofens. 

Ob Buche, Eiche, Birke, Fichte oder Kiefer: Beim richtigen Holz für den Kamin kommt es nicht allein auf die Holzart an. Die Heizwerte liegen vergleichsweise nah beieinander. Weichholz brennt allerdings schneller ab und muss häufiger nachgelegt werden. Auch Flammenbild und Knistern können bei der Frage eine Rolle spielen, welches Holz am besten brennt. 

Auch interessant: Darf man Bambus im Kamin verbrennen? Expertin hat klare Meinung

Wie trocken muss Brennholz sein? 

Brennholz sollte eine Restfeuchte von höchstens 20 Prozent haben. Feuchtes Holz liefert weniger Wärme und verursacht mehr Rauch, Ruß und Feinstaub. Zudem können Ablagerungen im Schornstein entstehen. Da sich die Feuchtigkeit von außen nur schwer beurteilen lässt, sollte man die Restfeuchte des Brennholzes kontrollieren. Ein Messgerät für die Holzfeuchtigkeit liefert einen genaueren Wert. Dafür wird das Holz aufgespalten und im Inneren gemessen. 

Wie lagert man Brennholz richtig? 

Ein guter Lagerplatz ist trocken, luftig und vor Regen geschützt. Zwischen Holzstapel und Boden sollten mindestens zehn Zentimeter Platz bleiben. Auch zur Rückwand ist Abstand nötig, damit die Luft zirkulieren kann. Eine dichte Plastikplane ist ungeeignet, weil sich darunter Feuchtigkeit sammeln kann. Besser ist eine feste Überdachung mit offenen Seiten. Zu den typischen Fehlern beim Lagern von Brennholz zählt außerdem die Aufbewahrung im feuchten, schlecht belüfteten Keller. 

Dazu passend: Wie lange muss frisches Brennholz lagern, damit es trocken wird?

Wie lange ist Brennholz haltbar? 

Richtig gelagertes Brennholz bleibt mehrere Jahre nutzbar. Im Freien können Witterung, Feuchtigkeit und Schädlinge jedoch die Qualität mindern. Leicht verrottetes Holz brennt zwar möglicherweise noch, besitzt aber eine geringere Heizleistung. Damit möglichst wenig Holz verfällt, sollten ältere Scheite zuerst verbraucht werden. Denn bei zu langer Lagerung kann das Brennholz zunehmend an Qualität verlieren. 

Holz vor dem Verbrennen prüfen 

Holzstapel bieten Tieren einen geschützten Unterschlupf. Vor allem Fledermäuse können zwischen den Scheiten überwintern. Deshalb sollte man gelagertes Brennholz gründlich kontrollieren, bevor es ins Haus oder in den Ofen kommt. Entdeckte Tiere dürfen nicht gestört werden. Bei verletzten oder versehentlich aufgeweckten Fledermäusen können regionale Auffangstationen helfen. 

Häufige Fehler beim Heizen mit Holz

Feuchtes Holz, ungeeignete Scheitgrößen, zu viel Brennmaterial und eine falsche Luftzufuhr beeinträchtigen die Verbrennung. Auch ein verschmutzter Kamin kann die Heizleistung und Sicherheit verschlechtern. Viele Fehler beim Heizen mit Holz entstehen bereits beim Anfeuern. Empfehlenswert ist die Methode von oben: Größere Scheite liegen unten, darüber kommen Anzünder und klein gespaltenes Anzündholz. Beim Nachlegen sollten nur wenige Scheite in den Brennraum gegeben werden. 

Warum Zeitung nicht in den Kamin gehört 

Zeitungen, Zeitschriften und bedruckte Kartons sind keine geeigneten Brennstoffe. Beim Verbrennen können unter anderem Feinstaub, Teer und weitere Schadstoffe entstehen. Wer alte Zeitungen im Kamin verbrennt, riskiert zudem ein Bußgeld. Zum Anfeuern eignen sich stattdessen zugelassene Anzünder und unbehandeltes Anzündholz. 

Wie schädlich ist Heizen mit Holz? 

Bei der Verbrennung von Holz entstehen Luftschadstoffe und Feinstaub. Auch die Klimabilanz ist nicht automatisch positiv. Entscheidend ist unter anderem, woher das Holz stammt und ob gefällte Bäume ersetzt werden. Wie stark das Heizen mit Holz Umwelt und Gesundheit belastet, hängt auch von der Feuerstätte, dem Brennstoff und der Bedienung ab. Trockenes, unbehandeltes Holz und eine saubere Verbrennung verringern vermeidbare Belastungen. 

Auch interessant: Darum ist ein qualmender Schornstein ein Warnsignal

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Darf man Brennholz im Wald sammeln? 

Herumliegendes Holz darf nicht einfach mitgenommen werden. Häufig ist ein Sammel- oder Leseschein der Gemeinde beziehungsweise des Forstamtes nötig. Die Regeln unterscheiden sich je nach Region. Wer Brennholz im Wald sammeln möchte, sollte sich daher vorab bei der zuständigen Behörde informieren. Lebende Bäume zu fällen oder Äste abzuschneiden, ist verboten. In Schutzgebieten und während bestimmter Schonzeiten kann auch das Sammeln von Totholz untersagt sein. 

Wie entsorgt man Kaminasche richtig? 

Kaminasche gehört vollständig erkaltet in den Restmüll. Selbst scheinbar kalte Asche kann noch Glut enthalten und dadurch Brände verursachen. Deshalb sollte man Asche aus dem Kamin richtig entsorgen und zunächst in einem verschließbaren Metallbehälter auskühlen lassen. Erst danach darf sie verpackt in die schwarze Tonne. 

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