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Leuchtende Blüten

Indianernessel – Pflanz- und Pflegetipps für die Zierstaude

Indianernessel: Violette Blüte der Indianernessel
Mit ihren buschigen Blüten sind Indianernesseln ein besonderer Hingucker im GartenFoto: Getty Images

Ein Geheimtipp unter Hobbygärtnern ist die Indianernessel. Die Blätter duften zart, die Blüten leuchten prächtig. Die Staude ist eine wahre Zierde im Garten!

Indianernessel – bei diesem Namen könnte man sich fast in die Nesseln setzen. Die Pflanze aus der Familie der Lippenblütler heißt aber auch schlicht Monarde. Die blütenreiche Staude stammt ursprünglich aus Nordamerika. Indigene Völker schätzten die heilsame Wirkung der Blätter, aus denen man einen Tee gegen Erkältung zubereiten kann. Eigentlich noch immer ein Geheimtipp – was schade ist. Denn Indianernesseln gedeihen auch gut in Gärten mit einem milden Klima.

Indianernessel im Garten anpflanzen

Indianernesseln bestechen mit ihren leuchtenden Blüten durch einen ganz eigenen, rustikalen Charme. Die aufrecht und buschig wachsenden Pflanzen passen hervorragend in einen Präriegarten und geben auch im Bauerngarten schöne Akzente. Und sie sind ein schöner Vasenschmuck. Regelmäßig mit frischem Wasser versorgt, halten sich Indianernesseln als Schnittblumen über zwei bis drei Wochen.

Außergewöhnlich sind die vierkantigen Stängel der bis zu eineinhalb Meter hoch wachsenden Pflanze. Und auch die tiefgrünen, eiförmigen und fein behaarten Blätter mit ihren spitzen Endungen sind ein echter Hingucker. Die Blätter duften zudem angenehm würzig. Vor allem aber zur Hauptblütezeit zwischen Juni und September läuft die Indianernessel zur Hochform auf. Geradezu malerisch leuchten dann die buschigen, etwas wild anmutenden Blütenstände in Rosa, Scharlachrot oder Weiß. Der Blütennektar ist zudem eine wichtige Nahrungsquelle für Bienen und Schmetterlinge.

Ein sonniger Standort im Garten ist für die Indianernessel ideal. Die robuste Sommerstaude kommt aber auch im Halbschatten gut zurecht. Der Boden sollte durchlässig und nährstoffreich sein. Rund 40 Zentimeter sind bei mehreren Indianernesseln im Beet ein gut bemessener Pflanzabstand.

Beliebte Sorten

Im Handel gibt es eine Vielzahl unterschiedlicher Sorten und Kreuzungen der beliebten Staude. Einige der schönsten Indianernesseln:

  • „Skorpion“: purpur leuchtende Blüten
  • „Cambridge Scarlet“: kräftiges Scharlachrot
  • „Aquarius“: blau bis violette Blüten
  • „Schneewittchen“: weiße Blüten

Disteln, Ziergräser, Sonnenhut oder Astern bieten sich besonders gut als Nachbarpflanzen an. In einem naturnahen Garten oder Präriegarten passt die Staude zudem hervorragend zu Schafgarbe, Goldrute oder Kräutern.

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Indianernessel optimal pflegen

Indianernesseln sind recht anspruchslos und brauchen kaum Aufmerksamkeit. Aber Achtung: Die wuchsfreudigen Pflanzen können sich über ihre Ausläufer wie Unkraut im Garten ausbreiten. Beim Einpflanzen sollte man daher ausreichend Platz einplanen. Eine Wurzelsperre hilft zudem gegen eine unkontrollierte Ausbreitung. Worauf Hobbygärtner noch achten sollten:

Bewässern

Sommerliche Temperaturen und stets leicht feuchte Erde – das belohnt eine Indianernessel mit besonders vielen, neuen Blüten. Die Präriepflanze kommt zwar kurzzeitig auch mit Trockenheit klar. Die Staude braucht dennoch Wasser, am besten gesammeltes, weiches Regenwasser.

Düngung

Etwas reifer Kompost im Frühjahr gibt der Pflanze eine gute Starthilfe zum Wachsen. Über das ganze Gartenjahr kann Kräuterdünger den Nährstoffbedarf decken. Der Spezialdünger, den es im Handel gibt, ist nicht so hoch konzentriert wie andere Volldünger. Man kann Indianernesseln aber auch gut und preiswert mit selbst hergestellten Pflanzenbrühen versorgen.

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Schnitt

Im späten Herbst schneidet man vergilbte und abgestorbene Pflanzenteile beherzt zurück. Während des Gartensommers putzt man die Stauden regelmäßig aus und entfernt welkte Blätter. Das fördert das Wachstum und eine erneute Blüte.

Vermehren

Indianernesseln können im Frühjahr über Aussaat der Samen vermehrt werden. Auch die Vermehrung durch Stecklinge ist möglich. Allerdings sollte man dazu bis zum frühen Sommer warten. Im Frühjahr kann man die Stauden zudem durch Wurzelteilung vermehren. Die ausgegrabene und von Erde befreite Wurzel wird geteilt, beide Hälften werden anschließend zügig erneut eingepflanzt.

Frostschutz

Die mehrjährige Staude ist zwar winterhart. Junge Pflanzen benötigen jedoch einen ausreichenden Schutz gegen winterliche Temperaturen und Frost. Eine Schicht von Reisig ist ein idealer Frostschutz.

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Krankheiten und Schädlinge

Indianernesseln recht robust, viele Schädlinge können ihnen nichts anhaben. Einzig Schnecken werden mitunter zum Problem. myHOMEBOOK gibt Tipps, wie man Schnecken effektiv aus dem Garten vertreibt.

Die wärmeliebenden Lippenblütler leiden zudem bei anhaltender Staunässe und erkranken an Wurzelfäule oder Mehltau. Ein handelsübliches Pflanzenschutzmittel hält die Pilzerkrankung zwar in Schach. Stark erkrankte Indianernesseln müssen jedoch umgehend entfernt und im Hausmüll entsorgt werden. Landen die Pflanzen auf dem Kompost, droht beim nächsten Ausbringen ein erneuter Befall im Garten.

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