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Tipps zur Pflanzenpflege

Wie Magnolien mit ihrer Blütenpracht jeden Garten verzaubern

Magnolien: Nahaufnahme von rosafarbenen Magnolienblüten
Magnolien sind pflegeleicht und zeigen am richtigen Standort Jahr für Jahr eine üppige BlütenprachtFoto: Getty Images

Magnolien zeigen eine imposante und elegante Blütenpracht mit ihren porzellanartigen Blüten. Ob als Baum oder Strauch – Magnolien zählen zu den beliebtesten Ziergehölzen für Parkanlagen und Gärten.

Noch lange bevor an Parks und Gärten überhaupt zu denken war, wuchsen schon frühe Vertreter der Familie der Magnolien auf der Ur-Erde. So haben Fossilienfunde gezeigt, dass die ersten Magnolien-Arten vor über 100 Millionen Jahren gewachsen sind. Obwohl ihre Blütenform viele Menschen einfach verzaubert, unter Botanikern gelten die Blüten als eher primitiv im Aufbau. Dennoch sind sie äußerst robust und trotzen vielen Schädlingen und Pflanzenkrankheiten. Heutzutage sind weltweit über 220 Sorten bekannt. Magnolien sind ursprünglich in Asien und Amerika beheimatet. Doch auch hierzulande gedeihen mittlerweile rund 100 Sorten.

Eine Magnolie im Garten anpflanzen

Man mag denken, mit ihren eleganten Blüten sind Magnolien (Magnolia) schwierige Kandidaten im Garten. Das stimmt nicht ganz. Zwar gelten Magnolien als anspruchsvoll, was den geeigneten Standort betrifft. Die Pflanze braucht einen vor allem aus Osten windgeschützten und sonnigen Platz im Garten. Mit einem zu schattigen Standort kommt die sonnenhungrige Pflanze generell nicht gut zurecht. Denn bei wenig Sonnenlicht bilden Magnolien weniger Blüten und werden wuchsmüde. Der Boden sollte einen leicht sauren pH-Wert besitzen, durchlässig und reich an Humus sein.

Sowohl als Strauch als auch als Baum braucht eine Magnolie ausreichend Abstand zu anderen Pflanzen. Gute Pflege, guter Standort – dann kann ein Magnolienbaum rund 100 Jahre alt werden. Je nach Art und Sorte wächst das Kronendach mit der Zeit recht ausladend in die Breite. Generell sollte man zu anderen Pflanzen einen Abstand von bis zu fünf Metern einhalten. Für größere Gewächse ist eine solitäre Pflanzung ideal. Einzeln gesetzt und mit gebürtigem Abstand zu anderen Pflanzen ist eine Magnolie ein wahrer Hingucker im Garten.

Beliebte Sorten

Ausreichend Platz sollte man unbedingt für die Gurken-Magnolie (Magnolia acuminata) einplanen. Der Baum erreicht eine stolze Höhe rund 20 Metern. Es gibt jedoch auch viele Sorten, die in kleinen Gärten eine imposante Figur machen, etwa die Stern-Magnolie (Magnolia stellata) mit ihrer dichten Wuchshöhe bis zu zwei Metern. Die sternenförmigen und duftenden Blüten der Sorte „Royal Star“ zeigen sich schon im zeitigen Frühjahr. Beliebt ist auch „Nigra“ mit ihren purpurfarbenen Blüten und einer Wuchshöhe bis zu drei Metern.

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Magnolie optimal pflegen

Bewässerung

Zu lange Trockenphasen im Sommer verträgt das edle Ziergehölz nicht gut, die Erde sollte dann stets feucht gehalten werden. Wie bei vielen anderen Pflanzen im Garten oder im Kübel muss man Staunässe unbedingt vermeiden.

Düngung

Magnolien sind sogenannte „Flachwurzler“. Die Pflanzen brauchen in der Regel kaum Dünger. Um die empfindlichen Wurzeln vor Trockenheit zu schützen, hilft eine Schicht Mulch, verteilt um die Baumscheibe. Oftmals wird dafür Rindenmulch empfohlen. Das kann jedoch für Wildbienen und Kleintiere zum Desaster führen, wie myHOMEBOOK in diesem Artikel berichtet. Mulch aus dem Handel sollte in jedem Fall ein Gütesiegel besitzen.

Die Experten vom WDR empfehlen, Pflanzen rund um die Magnolie zu setzen, die als Bodendecker dienen und so vor dem Austrocknen schützen, zum Beispiel „Kleines Immergrün“ oder „Heuchera“.

Schnitt

Ein Schnitt ist bei Magnolien nur ratsam, wenn man den Wuchs lenken will. Beispielsweise so, wie es in der japanischen Gartentradition Niwaki üblich ist. Ansonsten gilt: Dürre Äste entfernt man behutsam. Sonst möglichst wenig schneiden!

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Frostschutz

Eine schon ältere und stabil angewachsene Magnolie braucht in der Regel keinen Schutz vor Frost und Kälte. Anders sieht es bei noch jungen Gehölzen aus. Das kälteempfindliche Kronendach kann man mit einem Vlies vor frostigen Nächten schützen. Winterschutz bietet zudem etwas Erde, die man um das Stämmchen gibt.

Krankheiten und Schädlinge

Magnolien sind recht robust gegen Schädlinge und Pflanzenkrankheiten. Bei einer zu kalten Witterung kann die Blattfleckenkrankheit auftreten, verursacht durch Bakterien. Das Schadbild zeigt sich durch schwarze Flecken und Löchern auf den Blättern. Mit der Zeit sterben die Triebe ab.

Generell sollte eine Magnolie an einem luftigen Standort stehen und einen ausreichenden Abstand zu Nachbarpflanzen haben. Ihre Blätter können dann nach einem Regenguss schneller trocknen. Befallene Pflanzenteile und Laub sollte man umgehend entfernen und kranke Zweige und Triebe rechtzeitig zurückschneiden.

Eine Pflanze kann einer Magnolie im wahrsten Sinne des Wortes zu Leibe rücken: Efeu. Die Kletterpflanze gilt als Würger und bekommt einer Magnolie gar nicht gut. Efeu sollte daher schleunigst entfernt werden. Die Pflanze ist jedoch hartnäckig. Was als zusätzlichen Schutz hilft, ist eine Baumscheibe, die man um die Magnolie anlegt. Damit Efeu nicht erneut an der Magnolie heraufklettert, legt man Pappe, Kokosmatte oder Folie an die betroffenen Stellen um den Baumstamm und bedeckt das Ganze mit einer dicken Schicht Mulch. Normalerweise sollte man auf Rindenmulch verzichten. Als Schutzschicht vor Efeu ist das partiell aber in Ordnung. Der Efeu geht dann nach kurzer Zeit ein.

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