Bei einer Mischkultur pflanzt man Pflanzen nebeneinander, die sich gegenseitig bei ihrem Wachstum unterstützen. Besonders im Gemüsebeet lohnt sich der nachbarschaftliche Anbau von unterschiedlichen Sorten. Welches Gemüse Kartoffeln, Tomaten und Co. im Beet helfen im Überblick.
Wer Tomaten neben Kartoffeln pflanzt, begeht einen großen Fehler. Diese beiden Gemüsesorten vertragen sich nämlich nicht miteinander. Doch das ist nicht bei allen Pflanzen so. Tatsächlich kann es sich sogar lohnen, bestimmte Gemüsesorten als Mischkultur zu pflanzen. Welches Gemüse man nebeneinander anpflanzen sollte – und welches nicht.
Welches Gemüse sollte ich nebeneinander anpflanzen?
Perfekte Partner sind laut Christiane Geidel, Pflanzenexpertin des Landesbunds für Vogelschutz in Bayern (LBV), zum Beispiel folgende:
Möhren mit zum Beispiel Lauch, Kohl, Salat, Zwiebeln, Schnittlauch, Erbsen
Kartoffeln mit zum Beispiel Buschbohnen, Dill, Kapuzinerkresse, Knoblauch, Lauch, Mais, Spinat, Tagetes
Rote Beete mit zum Beispiel Buschbohnen, Dill, Erbsen, Knoblauch, Gurken, Kohl
Kopfsalat mit zum Beispiel Buschbohnen, Dill, Erbsen, Erdbeeren, Fenchel, Gurke, Karotte
Basilikum mit zum Beispiel Tomaten, Kartoffeln, Rüben, Kohl, Bohnen, Spargel, Auberginen, Chili, Paprika, Ringelblumen
Rüben mit zum Beispiel Kohl, Karotten, Sellerie, Mais, Gurke, Knoblauch, Erdbeeren, Ringelblumen
Gurke mit zum Beispiel Bohnen, Mais, Erbsen, Tomaten, Radieschen, Kohl, Ringelblumen, Oregano, Kapuzinerkresse
Melonen mit zum Beispiel Mais, Radieschen, Kürbis, Ringelblumen, Oregano
Tomaten mit zum Beispiel Karotten, Sellerie, Gurken, Zwiebeln, Petersilie, Paprika, Basilikum, Dill, Schnittlauch, Minze
Wann welches Gemüse ausgesät werden kann im Überblick Foto: myHOMEBOOK
Welches Gemüse sollte ich nicht nebeneinander anpflanzen?
Eine generelle Regel ist, dass Pflanzen einer Gattung keine Beet-Nachbarn sein sollten. Da sie die gleichen Nährstoffansprüche haben, konkurrieren sie miteinander. Dazu zählen zum Beispiel:
Solche Partner können bestimmte Schädlinge und Krankheiten voneinander fernhalten. Zudem versorgen sie sich gegenseitig optimal mit Nährstoffen. Diese Art der Bewirtschaftung nennt sich Mischkultur. Sie basiert auf jahrhundertealtem Gärtnerwissen.
Mischkulturen im Beet gegen müden Boden
Mischkulturen helfen allerdings nicht nur den Pflanzen, sondern auch dem Boden. Wenn Sie Gemüse nebeneinander anpflanzen, können Sie einer sogenannten Bodenmüdigkeit vorbeugen, wie der Nabu informiert. Müde Böden können der Grund dafür sein, dass Pflanzen nicht richtig wachsen, die Blüte ausbleibt, die Ernte mager ausfällt oder aber Krankheiten sowie Schädlinge auftreten.
Um dies zu verhindern, legt man eine Mischkultur im Beet an, indem man einfach bestimmte Pflanzen mit unterschiedlichen Eigenschaften und Bedürfnissen gemischt anpflanzt. Auf diese Weise zieht sich jede Pflanze andere Nährstoffe aus unterschiedlichen Bodenschichten – was den Pflanzen und dem Boden hilft.
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