14. April 2026, 14:12 Uhr | Lesezeit: 5 Minuten
Ein gut sortierter Werkzeugkasten ist für jedes Heimwerkerprojekt unerlässlich. Aber was gehört eigentlich alles rein? Was braucht man unbedingt, was ist eher für Profis? myHOMEBOOK-Redaktionsleiter Felix Mildner verrät bei „Easy DIY“, welche Werkzeuge jeder im Koffer haben sollte.
Ein Werkzeugkoffer ist für jeden Heimwerker, Handwerker oder auch Hobbybastler unverzichtbar. Er enthält ein Sortiment an Werkzeugen, die für verschiedene Arbeiten benötigt werden, etwa zum Schrauben, Sägen, Schleifen oder Bohren. In den meisten Fällen geht es dabei um die Holzbearbeitung – in manchen Fällen aber auch um Metall, etwa bei Autoschraubern. In diesem Zusammenhang gibt es auch spezielle Werkzeugkoffer für verschiedene Gewerke und Berufe wie Elektriker oder Klempner. Für den eigenen Haushalt ist es hilfreich, eine Bandbreite an bestimmten Werkzeugen griffbereit zu haben, die nicht zu speziell sind und sich für viele Bereiche eignen.
Die Basics für den Werkzeugkoffer
Folgende Werkzeuge werden oft benötigt und sollten in keinem Werkzeugkoffer fehlen:
- Hammer: Auch wenn es eine große Auswahl in diesem Bereich gibt – für den Hausgebrauch reicht in der Regel ein einfaches Modell.
- Schraubendreher: Eine Auswahl an verschiedenen Kreuz- und Schlitzmodellen im Werkzeugkoffer ist immer praktisch.
- Säge: Eine kleine Handsäge (Bügelsäge oder Fuchsschwanz) ist nützlich für verschiedene Holzarbeiten.
- Wasserwaage: Hier gibt es auch kleine Modelle, die in den Werkzeugkoffer passen.
- Zollstock und Bleistift: Nach dem Abmessen kommt das Anzeichnen. Hier sind Zollstock und Bleistift unerlässlich.
- Spachtel: Für kleinere Reparaturarbeiten an der Wand (in Kombination mit Spachtelmasse) oder um Oberflächen abzuschaben.
- Zange: Im Baumarkt finden sich viele Spezialzangen. Für zu Hause sind Beißzange, Spitzzange, Seitenschneider und Rohrzange meistens ausreichend.
- Steckschlüsselset: Ein Steckschlüssel ermöglicht das schnelle und effiziente Lösen und Festziehen von Schrauben und Muttern in verschiedenen Größen.
- Engländer: Dabei handelt es sich um einen verstellbaren Maulschlüssel, der Platz im Koffer spart. Er passt sich flexibel an verschiedene Schrauben- und Muttergrößen an und lässt sich dadurch vielseitig einsetzen.
- Cuttermesser: Ein kleines Cuttermesser ist bei vielen Projekten ein praktischer Helfer.
- Inbusschlüssel: Diese werden oft beim Montieren von Möbeln verwendet, man sollte davon ein Set in verschiedenen Größen haben.
- Klebebänder: Auch hier ist eine kleine Auswahl sinnvoll. Am häufigsten braucht man Paketband, doppelseitiges Klebeband, Kreppband und Isolierband.
- Schleifpapier: Hilfreich bei vielen Projekten mit Holz, etwa um Kanten zu glätten, am besten in verschiedenen Körnungen. Ein Schleifklotz ist eine praktische Ergänzung zum Schleifpapier.
- Taschenlampe: Beim Arbeiten an dunklen Stellen oder wenn es spät wird, kann eine kleine Taschenlampe durchaus sinnvoll sein.
Befestigungsmaterial am besten getrennt aufbewahren
In vielen Werkzeugkoffern finden sich Schrauben, Nägel, Dübel, Haken und andere Befestigungselemente – oft auch lose und unsortiert. Empfehlenswert ist eine getrennte Aufbewahrung, bestenfalls in einem Ordnungssystem. Das erspart lästiges Suchen nach der richtigen Schraube.
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Gute Ergänzungen im Werkzeugkoffer
- Feilen: Hier reichen eine feine und eine gröbere Feile für Holz und Metall.
- Klebstoffe: Hier gibt es eine große Auswahl, wichtig sind vor allem Sekundenkleber, Holzleim und Allzweckkleber.
- Pinsel: Am besten ein Set mit verschiedenen Pinseln. Alternativ kann man Utensilien zum Streichen auch gut separat aufbewahren.
- Taschenmesser: Im Grunde wie ein Mini-Werkzeugkoffer und oft hilfreich.
Lohnen sich fertig bestückte Werkzeugkoffer?
Fertig bestückte Werkzeugkoffer sind keine schlechte Option für Menschen, die sich nicht so gut auskennen oder unsicher sind, was die richtige Ausstattung angeht. Vom Preis-Leistungs-Verhältnis her kann man hier sicherlich ein gutes Geschäft machen. Allerdings lassen sich die fertigen Koffer kaum individuell aufstocken, weil einfach kein Platz mehr vorhanden ist. So können manche Dinge fehlen, die wichtig sind.
Ob man bei der Ausstattung eher auf Billigware oder Markenprodukte setzt, muss jeder für sich selbst entscheiden. Meistens lohnt es sich allerdings, in gutes Werkzeug zu investieren. Allerdings ist diese Investition auch abhängig vom eigenen Budget. Braucht man den Werkzeugkoffer nur wenige Male im Jahr, etwa um eine Kleinigkeit zu reparieren, kommt man auch mit einem fertig bestückten Koffer gut zurecht.
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Worauf sollte man beim Koffer achten?
Der klassische Alukoffer ist wohl noch immer die am häufigsten anzutreffende Variante. Mittlerweile gibt es aber auch immer mehr stabile Koffer aus Kunststoff. Hier ist die Rostgefahr niedrig und meistens gibt es hier schon vorgefertigte Einsätze für das Werkzeug.
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Welches Elektrowerkzeug lohnt sich?
Zusätzlich zum Werkzeugkoffer kann es sich lohnen, einige Elektrowerkzeuge zu Hause zu haben. Mittlerweile sind die meisten Tools mit Akku bestückt. Dabei reicht oft ein Akku für eine ganze Reihe an Elektrowerkzeugen des gleichen Herstellers. Eine Auswahl finden Sie hier:
- Akkuschrauber: Klar, es geht auch mit dem Schraubendreher, aber ein Akkuschrauber spart Zeit und Nerven. Zudem kann man damit auch bohren – mit dem richtigen Aufsatz sogar schleifen oder polieren.
- Stichsäge: Sie erleichtert die Arbeit mit Holz erheblich. Allerdings sollte man für die Stichsäge schon etwas geübter sein und alle Sicherheitsvorkehrungen befolgen.
- Schleifmaschine: Ein kleiner Handschleifer erleichtert das Abschleifen ungemein und ist für alle, die gelegentlich mit Holz arbeiten, eine gute Ergänzung.