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Norfolk-Tanne richtig pflegen

Ist eine Zimmertanne im Topf eine gute Alternative zum klassischen Weihnachtsbaum?

Zimmertanne
Festlich dekoriert ist die Zimmertanne im Advent ein echter Hingucker. Mit der richtigen Pflege gedeiht sie das ganze Jahr über als ZimmerpflanzeFoto: iStock_Bilal photos

Wer es kaum erwarten kann, den Weihnachtsbaum zu schmücken, kann die Wartezeit bis dahin mit der Zimmertanne überbrücken. Denn die auch als Norfolk-Tanne bekannte Kübelpflanze verzaubert das ganze Jahr über. Mit der richtigen Pflege gedeiht der australische Mini-Baum zu einer prächtigen Zimmerpflanze.

Tannengrün gehört zur Weihnachtszeit wie Lebkuchen und Glühwein. Einzelne Zweige vertrocknen aber schnell und auch der Weihnachtsbaum hält meist nur eine kurze Zeitspanne durch. Wer schon Ende November das erste Bäumchen mit Lichterketten und Strohsternen schmücken will, hat mit der Zimmertanne die perfekte Alternative gefunden. Sie stammt ursprünglich von der australischen Norfolk-Insel und hat daher auch ihren zweiten bekannten Namen als Norfolk-Tanne. Sind ihre Anforderungen an Standort, Temperatur und Wassergaben erfüllt, wächst die Zimmertanne zu einem stattlichen Bäumchen heran.

Aussehen von Zimmertannen

Die Zimmertanne – lateinisch Araucaria heterophylla – ist ein sehr feingliedriger, eher hellgrüner Nadelbaum. Die Nadeln sind im Gegensatz zu den meisten anderen tannenähnlichen Bäumen weich. Diese Eigenschaft macht die Zimmertanne zu einem angenehmen Mitbewohner in Wohnräumen: kein Pieksen und Stechen im Vorbeigehen. In freier Wildbahn wird die Norfolk-Tanne rund 50 Meter hoch, im Kübel erreicht Araucaria maximal eine Höhe von ein bis zwei Metern.

Standort

Damit die Zimmertanne gleichmäßig und gerade wächst, sollte sie an einem hellen, aber nicht zu sonnigen Standort in ihrem neuen Zuhause stehen. Dunkle Zimmerecken sind deshalb denkbar ungeeignet. Da die Norfolk-Tanne sehr lichthungrig ist, würde sie sich unter derart dunklen Standortbedingungen in Richtung Licht strecken und damit womöglich schief wachsen. Auch die Kombination mit anderen Zimmerpflanzen ist aus diesem Grund eher keine gute Idee. Zudem kommt das Mini-Bäumchen in Einzelstellung besonders gut zur Geltung. Der größte Feind für Aracauria ist im Winter trockene Heizungsluft. Wer keinen Wintergarten hat, kann die Zimmertanne auch im Hausflur überwintern lassen. Die meist kühleren Temperaturen sind für den Nadelbaum ideal. Im Sommer ist auch ein Platz im Halbschatten auf Balkon oder Terrasse ein guter Standort für die Zimmertanne.

Gießen und Düngen der Zimmertanne

Die Zimmertanne bevorzugt einen stets leicht feuchten Boden, dennoch sollte Staunässe vermieden werden. Am besten die Norfolk-Tanne über den Übertopf oder Untersetzer sehr regelmäßig gießen und überschüssiges Wasser nach einer halben Stunde wegschütten. So saugt die Erde genau so viel Feuchtigkeit auf, wie die Zimmertanne idealerweise braucht. In der kalten Jahreszeit, wenn der grüne Mitbewohner in sein Winterquartier gezogen ist, sollte neben der Temperatur auch das Gießen reduziert werden. Die Pflanze befindet sich nun im Ruhemodus und stellt auch das Wachstum weitgehend ein. Gleiches gilt für das Düngen der Zimmertanne: Von November bis Februar ist kein Dünger notwendig. Erst im Frühjahr sollte wieder zweiwöchentlich Flüssigdünger mit dem Gießwasser verabreicht werden. Da die Zimmertanne wie Rhododendren und Hortensien einen kalkarmen Boden bevorzugen, eignet sich Dünger für diese beiden Gartenpflanzen besonders gut für Aracauria.

Auch interessant: Deko-Tipps für eine märchenhafte Weihnachtszeit

Umtopfen und Schnitt der Zimmertanne

In der Regel wird die Norfolk-Tanne alle drei bis vier Jahre umgetopft. Der neue Kübel sollte dabei nicht zu groß ausfallen, zumal dies die Pflanze auch unhandlicher macht. Zur Probe den Wurzelballen der Pflanze in den potenziellen neuen Blumentopf stellen. Verbleibt zwischen Wurzelballen und Topfrand ein Abstand von ungefähr zwei Fingern, ist dies das perfekte neue Zuhause für die Zimmertanne. Als Substrat eignet sich wie beim Dünger die Variante für Rhododendren. Diese Erde ist leicht sauer und humusreich und weist einen relativ hohen Sandanteil auf – genau richtig für die Zimmertanne. Beim Schnitt gilt absolute Zurückhaltung. Nur einzelne, zu lang erscheinende Seitentriebe sollten vorsichtig eingekürzt werden.

Norfolk-Tanne vermehren

Die Vermehrung der Zimmertanne kann über Samen oder auch Stecklinge der Krone versucht werden. Es ist aber ein eher schwieriges und vor allem langwieriges Unterfangen. Sowohl die Samen als auch die Stecklinge brauchen ideale Bedingungen, um zu keimen oder neu anzuwachsen und der Aufwand lohnt auch kaum, denn es gibt inzwischen auch in vielen Baumärkten oder Möbelhäusern kleine Zimmertannen.

Jetzt lesen: 9 Bäume für die Wohnung und wie man sie richtig pflegt

Deko-Ideen für die Zimmertanne

Aracauria ist ein filigranes Bäumchen, das man auch in der Adventszeit nicht mit Baumschmuck überladen sollte. Die eher dünnen Zweige und weichen Nadeln könnten sonst Schaden nehmen. Am besten wirkt leichte, eher minimalistische Deko. Die schweren Glaskugeln sollten für den richtigen Weihnachtsbaum aufgehoben werden. Mit diesen Deko-Tipps wird aus der Zimmertanne trotzdem ein festliches Bäumchen:

  • LED-Lichterkette: Eine leichte Lichterkette mit kleinen LED-Lämpchen hüllt die Zimmertanne in stimmungsvolles Licht. Batteriebetriebene Varianten machen unabhängig von Steckdosen.
  • Strohsterne: Traditionell schmücken Strohsterne viele Weihnachtsbäume. Besonders kleine Sterne aus Stroh passen zur zierlichen Optik der Zimmertanne.
  • Papierketten: Schwere Perlenketten erdrücken die Zimmertanne schnell – sowohl optisch als auch vom Gewicht her. Aus Papier lassen sich ganz einfach leichte Schmuckketten basteln:  
  1. Etwa fünf Zentimeter lange und ein Zentimeter breite Papierstreifen zuschneiden.
  2. Nun einen Kreis aus einem Streifen formen und zusammenkleben.
  3. Einen zweiten Streifen durch den Papierkreis schieben und ebenfalls zu einem weiteren Kreis verkleben.
  4. So fortfahren, bis eine Papierkette in gewünschter Länge entstanden ist.
  • Blüten: Ganz besonders ist Weihnachtsschmuck aus frischen Blüten und Pflanzenteilen. Dafür eignen sich etwa kleinere Amaryllis-Blüten, Stechpalme, Ilex oder auch Mistel besonders gut. Mit roten Schleifen an der Zimmertanne befestigt, sind sie ein echter Hingucker und können beliebig ausgetauscht werden.
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