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Interior-Trend

Was ist eigentlich „Cottagecore“?

Cottagecore bedeutet für das Haus: natürliche Materialien wie Holz und Leinen, helle Farben und verspielte Details
Cottagecore bedeutet für das Haus: natürliche Materialien wie Holz und Leinen, helle Farben und verspielte DetailsFoto: Getty Images

Blumenmuster, verspielte Details und natürliche Materialien: Auch im eigenen Zuhause kann der Trend „Cottagecore“ umgesetzt werden. Dafür benötigt man weder ein Haus auf dem Land, noch einen großen Garten.

Mit der steigenden Beliebtheit von Social Media Plattformen wie Instagram oder TikTok wird immer deutlicher: Schöne Dinge schauen wir uns einfach gerne an. Wichtig ist dabei, der eigenen Ästhetik gerecht zu werden. Neben „Dark Academia“, Minimalismus oder „Preppy“ ist Cottagecore aktuell eine der beliebtesten ästhetischen Richtungen. Was man unter dem Trend versteht und wie man den Stil im eigenen Heim umsetzt.

Was ist Cottagecore?

Ein sonniger Frühlingstag, die Vögel zwitschern, man sitzt mit einem guten Buch auf der Veranda eines Bauernhauses umgeben vom üppigen Grün des eigenen Gartens irgendwo im nirgendwo – das hört sich etwas kitschig an, entspricht jedoch dem Kern von Cottagecore. Im Zentrum steht die Idee einer der Natur zugewandten Idylle, die zum Träumen einlädt. Neu ist dieser Gedanke jedoch nicht. Bereits in der Epoche der Romantik wandten sich die Menschen der Natur und dem Individuum zu, welches sich in Fantasie- und Traumwelten zurückzog.

Brot backen, frische Eier und Gemüse aus dem Garten: Der Traum der Eigenversorgung ist ebenfalls Teil von Cottagecore
Brot backen, frische Eier und Gemüse aus dem Garten: Der Traum der Eigenversorgung ist ebenfalls Teil von CottagecoreFoto: Getty Images

Bereits 2010 wurde der Gedanke zunächst auf Plattformen wie Tumblr, später auf TikTok erneut aufgegriffen und unter „Cottagecore“ bekannt. Insbesondere die Generation Z (auch Gen Z, geboren 1996-2010) sehnt sich nach einem alternativen Lebensstil, der komplementär zu ihrem jetzigen Technik-basiertem ist, und machte die Idee des friedlichen Landlebens populär.

Cottagecore setzt sich aus den Wörtern englischen „Cottage“ und „Hardcore“ zusammen. Cottages stehen dabei für die kleinen Häuser auf dem Land Großbritanniens. Hardcore wiederum steht für extrem. Somit könnte man Cottagecore auch mit „Landhaus extrem“ übersetzen. Die größte Inspiration für den Trend stammt aus dem Landhausstil und weist aus diesem Grund Parallelen zu ihm auf. Im Vordergrund steht, ein wohliges und gemütliches Zuhause zu kreieren.

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Das eigene Zuhause im Cottagecore-Look gestalten

Nostalgie pur: Cottagecore-Fans träumen von einer idealisierten Version des Lebens von vor 200 Jahren gepaart mit den Vorzügen des 21. Jahrhunderts. Neben Rüschenkleidern, Puffärmeln und Schürzen am Körper kann man den Stil auch zu Hause umsetzen. Doch so viel vorab: Für Liebhaber des Minimalismus ist dieser Trend nicht geeignet.

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1. Natürliche Materialien und Stoffe

Um das eigene Zuhause im Cottagecore-Look zu gestalten, sind die richtigen Materialien und Textilien essenziell. Dabei sollte man auf natürliche Rohstoffe wie Holz und Naturstein zurückgreifen. Aber auch Möbelstücke aus Metall können gewählt werden, zum Beispiel für ein schwarzes, weißes oder goldenes Metallbett.

Auch bei den Stoffen ist Natürlichkeit angesagt: Wolle, Leinen, Baumwolle, aber auch Gehäkeltes und geklöppelte Spitze – wie bei Oma – verkörpern den Cottagecore-Look.

2. Je mehr Muster, desto besser!

Kissenbezüge, Vorhänge oder auch der große, gemütliche Wohnzimmersessel können in verschiedenen Musterungen gewählt werden. Neben Streifen sind auch karierte und florale Muster beliebt. Damit es dabei nicht zu kitschig wird, sollte man versuchen, in einer Farbwelt zu bleiben. Zum Beispiel, wenn in einer Decke gelbe und blaue Streifen enthalten sind, kann man die Farben an anderer Stelle und in einem anderen Muster erneut aufgreifen. Dadurch wirkt der Raum trotz verschiedener Muster harmonisch.

3. Natur pur auch in der Farbwelt

In der Regel sind die Farben bereits durch die Materialien vorgegeben, nämlich in erster Linie Naturtöne. Neben Weiß, Beige und jeglichen Brauntönen kann man aber auch Farbe in die Wohnung bringen. Insbesondere eignen sich Rot, Blau oder Grün. Auch zu Pastelltönen kann man greifen. Insbesondere im Schlafzimmer sorgt ein zartes Pudarosa oder Babyblau für eine himmlische und gemütliche Atmosphäre. Auf schrille Farben sollte man hingegen verzichten.

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4. Vintage, Vintage, Vintage

Ideal sind Vintage-Möbelstücke, die liebevoll per Hand gemacht sind ist – oder zumindest Möbel, die im Vintage-Look gefertigt wurden. Verspielte Elemente und mit Blumenmustern bemalte Kommoden, Betten und Schränke sind gefragt. Offene Regale, die man passend dekorieren kann, sind ebenfalls eine hervorragende Idee, um das Cottagecore-Feeling in die eigene Wohnung zu holen. Fündig wird man nicht nur in hochpreisigen Vintage-Shops, sondern auch auf dem Flohmarkt. Ebenfalls kann man in regulären Möbelhäuser Erfolg haben. In der Regel passen alle mit „Landhaus“ betitelten Möbelstücke in das eigene Cottagecore-Zuhause.

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6. Verspielte Dekoration

„Je mehr, desto besser“ gilt nicht nur in der Wahl der Muster. Auch die Dekoration kann üppig ausfallen. Besonders geeignet sind Trockenblumen, Kerzen, Pilze, Blumenkränze, Körbe, Decken, Kissen, Kunstfelle, verspielte Spiegel und Bilderrahmen.

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5. Ein eigener Garten

Cottagecore dreht sich um die Natur. Zu dieser zählen natürlich auch Pflanzen. Wer einen eigenen Garten sein Eigen nennt, kann sich in der Gestaltung an englischen Gärten oder Bauerngärten orientieren. Wiesenblumen, Hortensien, Buchs und Rosen passen besonders gut in einen ländlichen Garten. Hinzu kommen Wege aus großen Natursteinen und eine versteckte Gartenbank. Nicht fehlen sollten Gemüsebeete und Obstbäume – ganz nach dem Motto der Selbstversorgung.

Tipp: Wer keinen Garten hat, kann entweder auf dem Balkon oder der Fensterbank Kräuter und Tomaten kultivieren. Auf dem Balkon können viele große und kleine Töpfe mit bunten Hortensien, Pfingstrosen und Polsterphlox besonders romantisch wirken.

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