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Maiglöckchen, Tulpen, Christrosen

Diese heimischen Pflanzen sind pures Gift

Die sehr beliebte Tulpe ist giftig
Parks, Gärten, Blumenvasen: Tulpen sind überall, doch kaum jemand weiß, dass sie auch giftig sindFoto: Getty Images

Maiglöckchen, Tulpen, Christrosen - jeder von uns hat sie vermutlich schon oft gesehen und in der Hand gehalten. Doch viele dieser Pflanzen sind giftig und können im schlimmsten Fall sogar zum Tod führen. myHOMEBOOK stellt die gefährlichsten Kandidaten vor.

Achtung: Kommt es zu einem Vergiftungsfall, suchen Sie schnellstmöglich ärztlichen Rat! Bei lebensbedrohlichen Symptomen wie zum Beispiel Bewusstlosigkeit oder Krampfanfällen rufen Sie den Notarzt unter 112. Ansonsten ist die Notrufnummer der Giftzentrale 24 Stunde besetzt: 0228 19240. Die Broschüre der Giftzentrale informiert, was im Notfall zu tun ist.

Dies bei Vergiftung auf keinen Fall machen

  • Bitte stecken Sie dem Vergifteten nie den Finger in den Hals. Es besteht die Gefahr, dass Erbrochenes in die Lunge gelangt.
  • Verabreichen Sie keine Milch, da diese die Giftaufnahme im Darm beschleunigt.
  • Kein Salzwasser verabreichen, um Erbrechen auszulösen. Das kann fatale Folgen haben!
  • Medizinische Kohle sollte nur von ärztlichem Personal verabreicht werden.

Maiglöckchen

Giftige Pflanzen im Garten: Pflanzensaft und Beeren des Maiglöckchens sind giftig
So zart und doch so giftig: MaiglöckchenFoto: Getty Images

Wer hätte das gedacht! Dieser filigrane Frühlingsblüher, der so unschuldig aussieht, hat es ganz schön in sich. Im Maiglöckchen sind eine ganze Reihe verschiedener Gifte vertreten, die Schwindel, Sehstörungen und Krämpfe auslösen. Schlimmstenfalls kann durch das Gift das Herz angegriffen werden und es kommt zu Herzversagen.

Giftige Pflanzen im Garten: Die Blätter des Bärlauchs ähneln denen des Maigrlöckchens
Schmeckt nach Knoblauch und riecht etwas streng, ist aber nicht giftig: BärlauchFoto: Getty Images

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Eisenhut

Giftige Pflanzen im Garten: Eine Biene fliegt an eine leuchtend blaue Blüte des Einsenhuts
Eisenhut ist für Bienen kein ProblemFoto: Getty Images

Es reicht schon, sie zu berühren und das Kontakt-Gift Aconitin, das giftiger als Strichnin ist, verursacht einen schmerzhaft Ausschlag, was noch zu den harmloseren Symptomen zählt. Es folgen Krämpfe, Herzrhythmusstörungen, Atemlähmung und Herzversagen. Unter anderem sollen Papst Hadrian VI. und der römische Kaiser Claudius mit dieser Pflanze vergiftet worden sein.

Aronstab

Giftige Pflanzen im Garten: Aronstab mit reifen, roten Früchten
Die reifen Früchte des Aronstabs sind besonders rot – und besonders giftigFoto: Getty Images

Die Giftpflanze des Jahres 2019 ist auch in so manchem deutschen Garten sehr beliebt. Als Zierpflanze fühlt sich Aronstab an schattigen und feuchten Plätzen wohl, zum Beispiel unter Hecken. Blütezeit ist von April bis Mai, ab Juni bildet die bis zu 40 Zentimeter hohe Pflanze rot oder orange leuchtende Beeren.

Verführerisch: Die Beeren sollen angenehm süßlich schmecken. Sie sind allerdings besonders giftig. Schon nach fünf Minuten können Übelkeit, Erbrechen, Durchfall und Krämpfe auftreten.

Goldregen

Giftige Pflanzen im Garten: Prachtvoll leuchtet der Goldregen
Der gemeine Goldregen ist wunderschön – und besonders gemein: An der Pflanze ist eigentlich alles giftig, insbesondere die reifen Samen in den SchotenFoto: Getty Images

Charakteristisch für diesen kleinen Baum sind die gelb-leuchtenden Blüten. Die giftigen Früchte des Goldregens ähneln kleinen Erbsen-Schoten, werden daher oft von Kindern verwechselt. Deswegen ist es auch verboten, ihn in der Nähe von Kindereinrichtungen anzupflanzen. Drei bis fünf Hülsen beziehungsweise 20 Samen können schon tödlich sein. Giftige Alkaloide finden sich aber auch in der gesamten restlichen Pflanze. Wirkt das Gift zuerst erregend, treten im weiteren Verlauf Erbrechen, Magenkrämpfe und Fieber auf. Schließlich kommt es zum Tod durch Atemlähmung.

Herbstzeitlose

Giftige Pflanzen im Garten: Die Blüte leuchtet Lila, die Samen der Herbstzeitlosen können tödlich sein
Die Blüten der Hebstzeitlosen ähneln dem Safran-Krokus, deren Inhalt hat es in sich: Fünf Gramm der Samen können tödlich seinFoto: Getty Images

Wie beim Maiglöckchen ähneln die Blätter der Herbstzeitlosen denen des Bärlauchs – und sind genauso giftig. Es reichen kleinste Mengen des Giftes Colchicin, um innerhalb kürzester Zeit Vergiftungserscheinungen hervorzurufen. Diese beginnen mit einem brennenden Gefühl im Mund und Rachen, gefolgt von Erbrechen, Krämpfen und Lähmungserscheinungen. Das Herz-Kreislauf-Versagen führt schließlich zum Tod. In der Antike hatte sie den Namen „Leichenblume“, welcher ihrer leichten Auflösbarkeit im Wasser entsprang.

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Thuja

Giftige Pflanzen im Garten: Eine beliebte Heckenpflanze und sehr giftig: Thuja
Als Heckengewächs sieht man sie öfters. Ob viele Gärtner wissen, wie giftig die Thuja ist?Foto: Getty Images

Dieses immergrüne Zypressengewächs, auch Lebensbaum genannt, wird in heimischen Gärten gerne als Heckenpflanze verwendet. Aber von wegen! Die Zweige und Zapfen enthalten ein ätherisches und sehr giftiges Öl. Bei Berührung der Pflanze können Hautreizungen auftreten. Oral eingenommen, besteht Lebensgefahr durch Vergiftung!

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Rhododendron

Rhododendron arboreum wird 20 Meter hoch
Im Frühling leuchten die Blüten des Rhododendron arboreum dunkelrot. Der Baum wird bis zu 20 Meter hoch.Foto: Getty Images

Rund 1000 verschiedene Rhododrendon-Arten existieren weltweit, die meisten in Asien. Dort wird die Pflanze auch als Medizin verwendet: In Nordindien, Nepal und Bhutan gewinnt man aus Blättern des Rhododendron anthopogon ein duftendes Öl, das gegen Muskel- und Gelenkschmerzen hilft oder als Rauchwerk heilende Kräfte verbreiten soll. Rhododendron kann aber auch anders: Giftig sind Blüten, Früchte, Nektar und Blätter. Das Gift in den Pflanzen kann von Region zu Region unterschiedlich stark ausgeprägt sein. Laut der Giftzentrale Bonn sind beispielsweise im Honig von der türkischen Schwarzmeer-Küste rhododendrontypische Giftstoffe nachgewiesen worden. Grayanotoxin, so der Name des Gifts, führt zu Bauchschmerzen, Übelkeit und Durchfall. Erwischt es einen schlimm, treten schwere Herzrhythmus-Störungen, Atemstörungen und Krampfanfälle auf.

Eibe

Giftige Pflanzen im Garten: Knallrot sin die Früchte der Eibel, die Samen und Nadeln sind sehr giftig
Zwei Samen der Eibe oder 50 Gramm der Nadeln können schwere Vergiftungen auslösenFoto: Getty Images

Auch die Eibe wird in unseren Gärten gerne für die Hecke verwendet. Sie lässt sich gut beschneiden, dient daher auch als Material für Pflanzenskulpturen. Dieser immergrüne Nadelbaum kann übrigens eine Höhe von 15 Metern erreichen. Doch auch Eiben sind giftig! In den Nadeln und Samen der scharlachroten Früchte findet sich das Gift Taxin in hoher Dosis. Das Fruchtfleisch hingegen ist ungiftig. Nach dem Verzehr der Samen oder Nadeln kommt es zur Mundtrockenheit, Rotfärbung der Lippen und Erweiterung der Pupillen, gefolgt von Schwindel, Krämpfen und Durchfall. Leber- und Nierenschäden können Spätfolgen sein, falls man nicht vorher durch Herz-Kreislaufversagen gestorben ist.

Christrose

Giftige Pflanzen im Garten: Alles an ihr ist giftig: Christrose
Man mag es ihr nicht ansehen, doch alles an der Christrose ist giftig Foto: Getty Images

Diese beliebte Garten-Zierpflanze trägt auch die Namen Schneerose, Weihnachtsrose oder Schwarze Nieswurz, manche kennen sie auch unter Helleborus niger. Sie blüht über die Weihnachtszeit bis in den Februar. Doch christliche Nächstenliebe scheint nicht ihr Ding zu sein: Der Gift-Cocktail aus Sterodidsaponine, Protoanemonin und Bufadienolide klingt nicht nur gruselig – er ist es auch. Mit einem kratzigen Mund beginnen die Vergiftungserscheinungen, gefolgt von Koliken, Durchfällen, erweiterten Pupillen und Kollaps. Die Vergiftungserscheinungen ähneln einer Herzglykosid-Vergiftung.

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Tulpe

Giftige Pflanzen im Garten: Tulpen sind sehr schön, aber auch giftig
Das dürfte viele überraschen: Tulpen sind giftigFoto: Getty Images

Verrückt: Mit dieser sehr beliebten Zierpflanze wurde im 17. Jahrhundert an der Holländischen Börse gehandelt, bis 1637 ein Börsenkrach die sogenannten Tulpenmanie beendete. Viele Menschen hatten sich an den Blumen verspekuliert und ihr Vermögen verloren. Giftige Tuliposide, die in allen Teilen der Pflanze auftreten, lösen bei Hautkontakt eine stark juckende Tulpen-Dermatitis aus. Wer auf die Idee kommt, größere Mengen zu schlucken, muss mit Erbrechen, Bauchschmerzen und Abfall der Körpertemperatur rechnen bis hin zu Schock und Atemstillstand.

Tollkirsche

Giftige Pflanzen im Garten: Tollkirsche macht erst toll, später tot
Schwarz wie die Nacht ist dieses Nachtschatten-Gewächs: die Tollkirsche. Schwarz vor Augen dürfte jedem werden, der sie isstFoto: Getty Images

Manchmal ist Gift von Nutzen: Der Saft der Tollkirsche in die Augen geträufelt erweitert die Pupillen. In früheren Zeiten ein durchaus gewünschter Schönheitseffekt bei vielen Frauen. Daher rührt wahrscheinlich auch der italienische Name dieser Nachtschattenpflanze: Belladonna – schöne Frau. Heute findet das im Saft enthaltene Atropin noch immer Verwendung in der Medizin. Doch „toll“ wird jeder, wer zu viel von ihrem Pflanzengift abbekommt. Zuerst ist man sexuell erregt. Dann folgen starke Krämpfe, Halluzinationen und ein starker Bewegungsdrang. Schließlich fällt man ins Koma und stirbt.

Alpenveilchen

Blätter und Knolle des Alpenveilchens sind giftig
Das Gift Cyclamin lauert in Blättern und Knolle des AlpenveilchensFoto: Getty Images

Ungefähr 22 Alpenveilchen-Arten existieren, doch nur eines – das Europäische Alpenveilchen (Cyclamen purpurascens) – findet sich wirklich in den Alpen. Durch den Verzehr der Knolle und der Blätter kann es zu Krämpfen, Schwindel und Kreislaufstörungen kommen.

Bärenklau

Achtung vor Hautkontakt: Das Gift des Bärenklaus zerstört die natürliche Schutzschicht der Haut, das Sonnenlicht führt zu starken Verbrennungen!
Achtung vor Hautkontakt: Das Gift des Bärenklaus zerstört die natürliche Schutzschicht der Haut, das Sonnenlicht führt zu starken Verbrennungen!Foto: Getty Images

Bärenklau (Heracleum spp.) verursacht bei Berührung Bläschenbildung, Hautrötungen und Juckreiz bis hin zu schlimmen Verbrennungen zweiten Grades. Die Entfernung des ungeliebten Gartengastes darf nur mit Schutzkleidung vorgenommen werden. Gartenhandschuhe sind dabei ein Muss!

Bittersüßer Nachtschatten

Die Beeren des Bittersüßen Nachtschattens enthalten hoch giftige Steroidalkaloide
Geerntete violette Blüten des Bittersüßen Nachtschatten, 30 Beeren der Pflanze sind für Kinder tödlichFoto: dpa picture alliance

Alpranke, Bittersüß, Hirschkraut, Heischkraut, Mäuseholz, Saurebe, Seidelbeere, wilde Stickwurz und Wasserranke sind die Namen, unter denen die Pflanze Bittersüßer Nachtschatten (Solanum dulcamara) bekannt ist. Alle Pflanzenteile enthalten giftige Steroidalkaloide und Saponine. Das Verschlucken der Beeren, Blätter und der Stängel kann zu Erbrechen, Durchfall und Lähmungen bis hin zur Atemlähmung führen.

Blauregen

Blauregen kann auch Dachziegel verschieben
Nicht nur das Gift des Blauregens ist hoch potent, die Wuchskraft der Pflanze kann Dachziegel verschiebenFoto: Getty Images

Blauregen (Wisteria) entstammt einer Unterfamilie der Schmetterlingsblütler. In allen Pflanzenteilen finden sich Alkaloide. Bei Verschlucken kann es zu Verdauungsstörungen und Kreislaufproblemen kommen.

Buchsbaum

Heilkraut gegen Malaria ist Buchsbaum überdosiert tödlich
Buchsbaum wurde in der Antike als Heilkraut auch gegen Malaria eingesetzt, überdosiert ist es tödlichFoto: Getty Images

Der Buchsbaum (Buxus sempervirens) erfreut sich als Beet-Begrenzung und Garten-Dekoration großer Beliebtheit. Auf Friedhöfen wird er gern als Grab-Bepflanzung gewählt. Doch der schön in Form schneidbare immergrüne Strauch ist giftig. Vor allem der Verzehr der Blätter kann zu Erbrechen und Krämpfe bis hin zum Tod führen.

Efeu

Efeu-Beeren sind sehr giftig
Efeu: Alle Teile der Rankpflanze enthalten Gift, am meisten die BeerenFoto: Getty Images

Sämtliche Pflanzenbestandteile des Gemeinen Efeus (Hedera) sind giftig. Die Folgen der Vergiftung sind Brennen im Rachen, Durchfall und Erbrechen, Krämpfe, erhöhter Puls und Kopfschmerzen. Nach größerer Aufnahme – was aufgrund seiner Bitterkeit eher unwahrscheinlich ist – können Schock und Atemstillstand auftreten. Häufig hingegen sind Kontaktdermatiden. In geringen Mengen wird der Kletterpflanze eine Heilwirkung nachgesagt. Zubereitungen aus wenigen Efeu-Blättern finden Anwendung bei Bronchialerkrankungen, Krampf- und Reizhusten.

Engelstrompete

Die Blüten der Engelstrompete sind schön anzusehen, sie sind jedoch hoch toxisch
Dekorativ, aber hoch giftig: EngelstrompeteFoto: Getty Images

Die Engelstrompete (Brugmansia spp.) ist mit ihren großen, hängenden Blüten ein beliebter Gast auf Terrassen. Doch genau wie der Stechapfel ist sie hochgiftig. Das Verschlucken nur weniger Blütenblätter kann bei Kindern zum Tode führen. Durch den Verzehr kann es bei Erwachsenen zu Bewusstseinsstörungen kommen, weswegen sie als halluzinogene Droge missbraucht wird.

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Roter Fingerhut

Fingerhut eingenommen kann zu Übelkeit, Erbrechen und Kreislaufstörungen führen
Früher als Heilpflanze bei Herzleiden eingesetzt, gilt Fingerhut heute als hoch giftigFoto: Getty Images

Der Rote Fingerhut (Digitalis purpurea) ist hochgiftig. Bereits der Verzehr von zwei Blättern kann zu einer tödlichen Vergiftung führen, was ihr 2007 den Titel „Giftpflanze des Jahres“ einbrachte.

Goldlack

Früher Heilpflanze, heute Giftpflanze: Goldlack
Aus den Blüten des Goldlacks wurde früher ein Gesichts-Wasser hergestellt, Blüten, Samen und Kraut sind jedoch giftigFoto: Getty Images

Der Goldlack (Erysimum cheiri) gilt als Pflanze der Sehnsucht und ist unter unzähligen Namen bekannt. Vor allem der Samen ist giftig und kann zu Herzrhythmusstörungen führen. Bei Berührung kann es zu Hautreizungen kommen.

Holunder

Die weißen Blüten des Holunders sind wunderschön – jedoch giftig
Die weißen Blüten des Holunders sind wunderschön – jedoch wie die Beeren schwach giftigFoto: Getty Images

Wir kennen die Heilwirkung von Holunderblüten-Tee und wissen, dass im Holunder laut den Griechen, Römern und Germanen die guten Geister wohnen sollen. Doch eigentlich ist der Holunder giftig und verursacht Brechreiz, wenn man die Beeren in größeren Mengen isst. Der schwere, süßliche Duft der Blüten kann benommen machen. Den Namen „Baum des Teufels“ erhielt der Holunder allerdings nicht aufgrund seiner giftigen Eigenschaften. Der Name entstammt dem Christentum, da Judas sich nach dem Verrat an Jesus an einem Holunderbaum erhängt haben soll.

Hortensie

Blausäure in Hortensien führen zu Erstickungsanfall und Herzstillstand
Blätter bloß nicht trocknen und rauchen: Hortensien enthalten hochgiftige Blausäure-VerbindungenFoto: Getty Images

Im Norden Deutschlands werden Hortensien aus den Gärten gestohlen. Die Polizei vermutet, dass die Blumen getrocknet werden und als Marihuana Ersatz herhalten sollen. Doch es wird eindringlich davor gewarnt, die getrockneten Blätter und Blüten zu rauchen. Die enthaltenen Blausäureverbindungen können tödlich sein. Innerhalb weniger Minuten kann es zum Herzstillstand kommen.

Oleander

Die Blätter des Oleanders sind am giftigsten
Alle Pflanzenteile des Oleander sind giftig, vor allem die Blätter enthalten GlykosideFoto: Getty Images

Alle Pflanzenteile des Oleander (Nerium oleander) enthalten Oleandrin. Es ist ein giftiges Herzglykosid. Der Verzehr führt zu Verdauungsstörungen und Herzbeschwerden. Die Vergiftungssymptome können das zentrale Nervensystem betreffen und zum Tode führen. Der Saft des Oleanders kann Hautreizungen verursachen.

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Ruhmeskrone

Der Saft der Ruhmeskroneist giftig
Alleine durch Berühren des Safts der Ruhmeskrone kann ein schmerzhafter Hautausschlag auftretenFoto: Getty Images

Die Ruhmeskrone (Gloriosa superba) enthält den gleichen Giftstoff wie die Herbstzeitlose. Das Gift Colchicin gilt als erbgutverändernd und kann in weniger als einer Stunde zum Tode führen.

Stechapfel

Stechapfelsamen sind hoch giftig, 12 Samen können bei Kindern tödlich sein
Alle Teile des Stechapfels sind giftig, vor allem Wurzeln und SamenFoto: dpa picture alliance

Der Stechapfel (Datura stramonium) ist wie sein Verwandter – die Engelstrompete – sehr giftig. Der Konsum kann zu schweren Halluzinationen führen. Bei Kindern führen bereits 4 Gramm oder 12 Samen zum Tode.

Weißer Germer

Weißer Germer heißt auch Lauskraut, weil der Sud früher zur Lausbekämpfung eingesetzt wurde
Der Sud des Weißen Germers wurde früher zur Lausbekämpfung benutzt, deshalb heißt er auch LauskrautFoto: dpa picture alliance

Weißer Germer ist auch unter den Namen Nieswurz, Hammerwurz, Hemmerwurzn, Lauskraut und Lauswurz bekannt. Er wächst vornehmlich in den Alpen und ist in ganz Österreich verbreitet. Er ist sehr giftig. Die Symptome reichen von Erbrechen, heftigem Durchfall bis zu Muskelkrämpfen, Halluzinationen und Atemnot. Nach drei bis zwölf Stunden nach der Giftaufnahme kann der Tod eintreten.